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THEMA: Schauspielerin Katharina Wackernagel (Contergan)

Schauspielerin Katharina Wackernagel (Contergan) 11 Jan 2011 11:44 #16174

  • Brigitte1959
Katharina Wackernagel über Casting und Familie
Trackback-URL.Fernsehen, 10.01.2011, Jürgen Overkott


Die Stralsunder Kommissare Nina Petersen (Katharina Wackernagel) und Karl Hidde (Alexander Held, Mi.) befragen den Chef der Transportfirma. Foto: ZDF


Hamburg. Katharina Wackernagel ist erst 32. Dennoch ist die gebürtige Freiburgerin bereits Star einer eigenen Krimi-Reihe: „Stralsund“ (Montag, ZDF, 20.15 Uhr). Jürgen Overkott traf die Schauspielerin bei den Dreharbeiten für die nächste Folge in Hamburg.

Vor Ihnen liegt eine Silberkette mit einem Zahn. Hat das eine Bedeutung?

Katharina Wackernagel:Ach, die. Die Kette hat mir mal eine Bekannte vor einem Filmprojekt geschenkt. Der Zahn soll mir Kraft geben.

Das hat offenbar funktioniert. Sie sind erst 32 und haben Preise gesammelt wie andere Leute Modellautos. Sind Sie ein Glückskind?

Wackernagel:(lacht) Ja, könnte man sagen. Toi, toi, toi, ich hoffe, dass es gut weitergeht.



Schauspielerin Katharina Wackernagel. Foto: ddp Foto: ddp
Viele sagen, man muss bereit sein fürs Glück. Sind Sie ein positiver Mensch?

Wackernagel:(zögert) Ich neige dazu, alles erst mal positiv anzugehen. Es gibt aber auch vieles, was mich verunsichern kann, vieles, für das ich Zeit brauche, um für mich einen Weg zu finden.

Den haben Sie ja offensichtlich gefunden.

Wackernagel:Im Nachhinein kann ich sagen: Meine Karriere ist bisher sehr, sehr gut gelaufen. Es gab aber auch Phasen, wo ich nicht genau wusste, wie es weitergeht. Als ich mit Serien angefangen hatte, hoffte ich, dass es mit einem Fernsehspiel weitergeht, mit Kino, mit einer eigenen Reihe.

Daraus höre ich, dass Sie ungeduldig sind.

Wackernagel:Ja, das stimmt.

Aber ich höre auch daraus, dass Sie relativ früh wussten, wo Sie hin wollten. Gab es für Sie ein Schlüsselerlebnis?

Wackernagel:Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals etwas anderes werden wollte als Schauspielerin.

Sie kommen aus einer Schauspieler-Familie. Hatten Sie überhaupt eine Alternative?

Wackernagel:Schon. Das beste Beispiel ist mein älterer Bruder, er ist Diplom-Mathematiker und Informatiker. Und das muss ich noch hinzufügen: Unsere Eltern haben uns nie bedrängt, in ihre Fußstapfen zu treten.

Wenn man in einer Schauspieler-Familie aufgewachsen ist, lernt man den Beruf gewissermaßen im Vorbeigehen.

Wackernagel:Stimmt. Man ist tatsächlich näher dran. Eine Freundin aus Kindertagen wäre auch gerne Schauspielerin geworden, aber ihre Eltern haben immer gesagt, kommt nicht infrage, studier erst mal was Vernünftiges. Was mich betrifft: Man ist näher dran, man weiß, wie’s läuft, und trotzdem sieht man natürlich viele Probleme, die der Beruf mit sich bringt. Sicher, Schauspielerei hat etwas mit Glanz zu tun, aber eben auch mit Alltag, nächtlichem Proben zum Beispiel, und dann aber am nächsten Morgen pünktlich mit den Kindern aufstehen.

Erfordert das besonders viel Disziplin?

Wackernagel:Mag sein. Ich selbst habe keine eigene Familie, ich bin da sehr frei. Das ist aber auch der Grund, warum ich jetzt noch nicht über eine eigene Familie nachdenke, weil mir mein Beruf einfach so viel bedeutet. Ich spiele einfach unheimlich gern.

Aber Sie haben nie eine Schauspiel-Schule besucht. Bereuen Sie das?

Wackernagel:Nö. Manche Sachen erarbeitet man sich nach und nach. Im letzten Jahr beispielsweise habe ich Gesangsunterricht genommen, weil ich gerne singen wollte. Ich betrachte das aber nicht beruflich...

. . . im Gegensatz zu Ihrer Rolle in „Contergan“. Wie lange haben Sie gebraucht, um zu sagen, das mache ich?

Wackernagel:Das wusste ich schon, als ich das Drehbuch gelesen hatte. Das Problem war nur: Das war vor dem Casting. Das war für mich insofern sehr aufregend, als ich mir gesagt habe, wozu noch Casting, das ist doch schon meine Geschichte. Und die anschließende Arbeit mit Adolf Winkelmann war etwas ganz Besonderes.

Es ist ein ganz wichtiger Film über einen Teil der deutschen Geschichte. Aber quälend war die Ungewissheit, ob der Film überhaupt ausgestrahlt wird, weil die Erben der Firma Grünenthal geklagt hatten. Wäre der Film nicht gezeigt worden, wäre es eine Katastrophe gewesen – vor allem für Denise Marko, die behinderte Film-Tochter von Benjamin Sadler und mir.
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