A+ A A-
Willkommen, Gast
Benutzername Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Contergan-Opfer und Paralympics (kritischer Wochenrückblick)

Contergan-Opfer und Paralympics (kritischer Wochenrückblick) 10 Sep 2012 14:44 #21487

  • Braunauge
  • OFFLINE
  • Vollmitglied
  • Beiträge: 3081
  • Punkte: 2837
  • Honor Medal 2010
www.tagesspiegel.de/medien/zu-meinem-aer...put&pageNumber=0

Habe 2 Kommentare abgegeben (hoffe sie werden freigeschaltet):

1. Kommentar:
www.contergannetzwerk.de

Wir vom Contergannetzwerk Deutschland e.V. nehmen hierzu Stellung:

Die Behauptung des Geschäftsführers der Firma Grünenthal, Dr. Stock, dass Grünenthal an der Contergankatastrophe völlig unschuldig sei und damals nur im Rahmen wissenschaftlicher Erkenntnisse gehandelt habe, geht - um es sehr freundlich auszudrücken - an den Realitäten vorbei und wird alleine schon
durch den Einstellungsbeschluss des Landgerichts Aachen widerlegt: Wenn bereits ab 1959 die Firma Grünenthal von nervenschädigenden Wirkungen gewarnt war, so hätte ihr klar sein müssen, dass eine Verabreichung von Contergan bei entstehendem Leben durchaus auch Schäden verursachen kann.
Das Landgericht Aachen stellte, insbesondere nach Zeugenaussagen fest, dass die Firma Grünenthal zumindest bereits ab dem Jahre 1959, durch Anfragen und persönliche Gespräche darüber informiert wurde, dass der Gebrauch von Contergan zu Polyneuritiden (Nervenschäden) führen könne.
Das Landgericht stellte fest, dass gerade Arzneimittel- hersteller eine besondere Offenbarungspflicht und Schutzpflicht treffe.Der Arzneimittelhersteller müsse immer dann tätig werden „wenn es den Schutz des Verbrauchers erfordere“, was bereits bei einem geringsten Verdacht notwendig sei. So hätte Grünenthal nach Auffassung des Gerichts, sowohl Ärzte und Verbraucher über den geäußerten Verdacht und die sich hieraus ergebenden Bedenken und Konsequenzen umgehend informieren müssen.
Wenn bereits ab 1959 die Firma Grünenthal von nervenschädigenden Wirkungen gewarnt war, so hätte ihr klar sein müssen, dass eine Verabreichung von Contergan bei entstehendem Leben durchaus auch Schäden verursachen kann.

Das alleine reicht uns, um die Schuld von Grünenthal am Conterganskandal für belegt zu halten!

Die Bestreitungen des Geschäftsführers von Grünenthal empfinden wir, angesichts der Offensichtlichkeiten, als sehr verletzend!
Grüsse Euch

Braunauge
Folgende Benutzer bedankten sich: Brigitte1959

Aw: Contergan-Opfer und Paralympics (kritischer Wochenrückblick) 10 Sep 2012 14:45 #21488

  • Braunauge
  • OFFLINE
  • Vollmitglied
  • Beiträge: 3081
  • Punkte: 2837
  • Honor Medal 2010
Mein persönlicher Kommentar:




Zuerst wird eine medienwirksame Pseudo-Entschuldigung in die Medienwelt hinausgeschickt und das Volk staunt und glaubt, Grünenthal habe sich offiziell für den angerichteten Schaden entschuldigt. Dann relativiert man alles, denn man sei ja nicht schuld, obwohl nachgewiesen ist, dass Contergan 2-3 Jahre früher hätte vom Markt genommen werden können. Man tat dies nicht aus reiner Profitgier und ließ zu, daß Schwangere weiter dieses Zuckerplätzchengift schluckten und tausende schwerstbehinderte Babies geboren wurden. Nun beschränkt man sich, um den guten Schein zu wahren, auf Almosen für gefügige Conterganopfer, denen nach Gutsherrenart Hilfen gewährt werden oder auch nicht, je nach dem, ob es den Wirtzens passt oder nicht. Hoffentlich wird Grünenthal vom Australischen Gericht endlich für schuldig befunden, so wie es die Beweislage verlangt!
Liebe Leser, wenn Sie mehr wissen möchten, erfahren Sie mehr über den Conterganskandal unter www.contergannetzwerk.de
Grüsse Euch

Braunauge
Folgende Benutzer bedankten sich: Brigitte1959, monika, nocontergan
  • Seite:
  • 1
Moderatoren: admin, werner
Ladezeit der Seite: 0.15 Sekunden

Wir in Sozialen Netzwerken

FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixxRSS Feed
@ Contergannetzwerk Deutschland e.V. - alle Rechte vorbehalten!

Login or Register

LOG IN

Register

User Registration
or Abbrechen