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THEMA: Statine in Schwangerschaft so fruchtschädigend wie Contergan

Statine in Schwangerschaft so fruchtschädigend wie Contergan 15 Sep 2013 11:22 #33861

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MM News

Cholesterin: lebenswichtig und harmlos!
15.09.2013

Ebenso wie andere allopathische Medikamente (Aspirin, Antibiotika, Beta-Blocker, Steroide [Kortison]) sind auch Statine und Lipid-Senker nicht nur überflüssig, sondern gefährlich und schädlich. Sie sollen den Cholesterin-Spiegel im Blut senken. Das ist unnötig sowie kontra-produktiv und kontra-indiziert: Cholesterin ist eine harmlose, aber essentielle natürliche Substanz, die für Vitalität, Fertilität und Virilität, kurz: für die Gesundheit notwendig und unentbehrlich ist.

von Norbert Knobloch

Wer heutzutage einen gewöhnlichen Arzt konsultiert, dem wird oft routinemäßig Blut abgenommen, um es zu untersuchen. Einer der Tests ist die Messung des sogenannten „Cholesterin-Gehaltes“ des Blutes. Diese Praxis ist so sehr zum Standard geworden, daß in den seltensten Fällen Arzt oder Patient darüber nachdenken, ob sie überhaupt sinnvoll ist.



Schon die Bezeichnung „Cholesterin-Gehalt“ ist falsch und unsinnig. Es wird nämlich gar nicht die Menge des Cholesterins im Blut gemessen, sondern die Mengen der beiden körpereigenen Transport-Substanzen für das Cholesterin, der Lipoproteine HDL und LDL.



Das HDL (High Density Lipoprotein) nimmt das Cholesterin aus der Nahrung auf und transportiert es zur Leber, die es zu 80 % in Gallensäure (essentiell für die Fett-Verdauung und für die Aufnahme von Vitamin B 12!) und zu 20 % in freies Cholesterin umwandelt.



Das LDL (Low Density Lipoprotein) nimmt das von der Leber gebildete Cholesterin auf und befördert es zu den rund 100 Billionen Zellen des Organismus, wo es als essentielle Grund-Substanz für Steroid- / Sexual-Hormone dient, die den gesamten Stoffwechsel regulieren. Außerdem ist Cholesterin Baustein für die Membranen der Zellen und Mitochondrien sowie Vorstufe für Vitamin D und damit für den Einbau von Kalzium in Knochen und Zähne.



Es gibt also kein „gutes“ und kein „böses“ oder „schlechtes“ Cholesterin, sondern einfach nur »Cholesterin«. Aber es gibt zwei Transport-Substanzen und zwei Transport-Wege:



High Density Lipoprotein (HDL – Lipoprotein hoher Dichte) transportiert Cholesterin aus dem Dünndarm in der Pfortader (vena portae) zur Leber hin



Low Density Lipoprotein (LDL – Lipoprotein geringer Dichte) transportiert Cholesterin von der Leber weg in den Arterien zu den Zellen.



Cholesterin oder Cholesterol (von griech. chole: Galle, und stereos: fest), eine farblose, wachsartige körpereigene Substanz, ist einer der wichtigsten Bausteine des Organismus und kommt in jeder Zelle vor; es wird in jede Zelle eingebaut und ist nötig, um die Zell-Membran abzudichten. Cholesterin gehört zu den Sterolen oder Sterinen aus der Gruppe der Steroide und ist eine Vorstufe für die Bio-Synthese von Steroid-Hormonen und Gallensäuren sowie von Vitamin D. 90 % des Cholesterins werden vom Körper selber hergestellt; Orte der Cholesterin-Synthese sind Leber und Darmschleimhaut. Da Cholesterin nicht wasserlöslich ist, befinden sich 95 % innerhalb der Zellen, davon 30 % im Gehirn. Das Gehirn stellt das von ihm benötigte Cholesterin selber her, da es die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann. Um es im Blut transportieren zu können, bindet der Organismus es an sog. Lipoproteine (s. o.). Von Natur aus beträgt der Anteil des LDL im Blut ungefähr 75 %, der des HDL rund 25 %; das Verhältnis ist also etwa 3:1. Das Gesamt-Cholesterin beim Erwachsenen beträgt 260 mg / dl, kann aber bei körperlicher Belastung auf 400 mg / dl ansteigen; das ist ganz natürlich.



Cholesterin ist stark an die Bildung von Gallensalzen gebunden, ohne die wir Fette gar nicht verdauen könnten. (Das ist die Ursache für die Störung der Verdauung bei Statin-Medikation!) Cholesterin ist essentiell (lebensnotwendig) für die Bildung von Vitamin D, das wiederum für den Einbau von Kalzium in die Knochen und Zähne notwendig ist. (Das ist der Grund für den vermuteten Zusammenhang zwischen allopathischen Lipid-Senkern und Karies / Osteoporose!) Cholesterin ist essentiell für die Bildung aller Hormone. Daher ist die Gabe von Lipid-Senkern bei einer vorliegenden Schilddrüsen-Problematik sowie bei männlichen und weiblichen Hormon-Schwankungen oder Sexual-Problemen total kontra-indiziert!



Der einzige Weg, über den Cholesterin aus dem Körper geschleust werden kann, verläuft über die „Gitter“ der Gallenwege der Leber. Und genau so, wie ein Gully im Herbst durch Blätter verstopft werden kann, so können Eiweiß-Ablagerungen aus falscher (tierischer) Ernährung die Kanäle zur Gallenblase versperren. Dadurch erhöht sich zwangsläufig der Cholesterin-Spiegel im Blut. Der unlogische Gedankenfehler der Schul-„Mediziner“ liegt darin, Ursache und Folge / Wirkung zu verwechseln und diese erhöhten Werte irrigerweise als Ursache für eine Verklumpung des Blutes und Herz- / Hirn-Infarkt („Schlaganfall“) anzusehen. Doch Cholesterin hat mit Herz- und Hirn-Infarkt nichts zu tun! (Die Ursache ist immer Azidose!)



Cholesterin ist nicht nur essentiell (lebensnotwendig), sondern auch so harmlos, daß der Organismus noch nicht einmal eigene „Cholesterin-Senker“ bildet. Die körpereigene Regulation geschieht über die Hemmung der HMG-CoA-Reduktase, des wichtigsten Enzyms der Cholesterin-Bio-Synthese, u. a. durch Lanosterol, einer Vorstufe von Cholesterin. Es handelt sich hier also um eine negative Rückkoppelung, bei der die Produkte des Stoffwechselweges der Cholesterin-Bio-Synthese selber ihr eigenes Enzym hemmen. (In der belebten Natur gibt es nur Regelkreise mit negativer Rückkoppelung; positiv rückgekoppelte Regelkreise stellen krankhafte Entartungen dar, wie z. B. bei Krebs)



Da Cholesterin überwiegend von der Leber hergestellt und reguliert wird, kann der Cholesterin-Spiegel durch die Ernährung nur vorübergehend und kurzfristig (maximal für 24 Stunden) und nur sehr geringfügig (höchstens bis zu 5 %) gesenkt oder angehoben werden. Ein Zusammenhang zwischen Herz- / Kreislauf- / Gefäß-Krankheiten und Cholesterin aus der Nahrung besteht nicht! (Auch hier stehen nur skrupellose Profit-Interessen der Pharma-Industrie / Pharma-Lobby und der Medizin-Mafia hinter der Lügen-Propaganda und der Werbung für Margarine und Medikamente wie Lipid- / Cholesterin-Senker [Statine]! 1))



Die Nahrungs-Aufnahme beeinflußt den Cholesterin-Spiegel im Blut nicht! Es ist völlig gleich, ob Sie „cholesterin-reiche“ (Butter und Sahne) oder „cholesterin-arme“ Lebensmittel essen – das hat keinen Einfluß auf die Werte, denn der eben beschriebene natürliche, körpereigene Regel-Mechanismus kompensiert die Zufuhr von Cholesterin mit der Nahrung durch die entsprechende Regulierung der körpereigenen Produktion. Deshalb ein- für allemal:



Genießen Sie Bio-Butter und Bio-Sahne und vergessen Sie Ihre „Cholesterin-Werte“!



„Es gibt absolut keinen Zusammenhang zwischen Cholesterin im Essen und Cholesterin im Blut. Keinen. Und das haben wir schon immer gewußt.“ Ancel Benjamin Keys 2), U.S.-Lebensmittel-Chemiker u. Ernährungs-Physiologe, in: Eating Well, März / April 1997)3) 4) 5) 6)



Wollen Sie trotzdem Ihren Cholesterin-Spiegel senken, so nehmen Sie Sonnenbäder (Sonnenlicht senkt den Cholesterin-Spiegel im Blut – durch die Vitamin-D-Synthese!) und natürliches (!) Vitamin E in Kombination mit natürlichem (!) Vitamin C ein. Bitte achten Sie aber unbedingt darauf, den kompletten E-Komplex mit allen vier (α-, β-, γ-, δ-) Tocopherolen und allen vier (α-, β-, γ-, δ-) Tocotrienolen einzunehmen. Das ist gewährleistet bei dem rotem Öl aus dem Fruchtfleisch (nicht aus den Kernen / Samen!) der Öl-Palme Elaeis Guineensis.



Komplettes, natürliches Vitamin E senkt den Cholesterin-Spiegel, indem es die Geschwindigkeit, mit der das Cholesterin-Synthese-Enzym HMG-CoA-Reduktase abgebaut wird, deutlich erhöht – aber ohne die Chemie zu stören. Dieses Enzym (s. o.) ist wie ein „Schlüssel“, der genau in ein bestimmtes „Schloß“ – den Rezeptor der Zell-Membran – paßt. Je mehr Rezeptoren von diesem Enzym besetzt sind, desto mehr Cholesterin wird produziert.



Allopathische Lipid-Senker wie Statine hingegen besetzen selber die zelleigenen Rezeptoren und verdrängen so die körpereigene HMG-CoA-Reduktase. Doch so wird das chemische Gleichgewicht gestört: Das Enzym befindet sich weiterhin im Blut und sammelt sich dort an. Statin-Medikamente zeitigen einen sog. „Rückstau-Effekt“, bei dem der Spiegel der HMG-CoA-Reduktase auf das Mehrhundertfache des natürlichen, normalen Wertes ansteigt. Und genau das ist eine der Hauptursachen für die teilweise tödlichen Nebenwirkungen des Statins:





Statine erzeugen Kopfschmerz, Blähungen, Sodbrennen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Gelenk-Schmerzen, Licht-Empfindlichkeit, Schlaf-Störungen, Erektions-Störungen, Ekzeme, Haarausfall und Blutarmut (Anämie). (Beipackzettel)



Statine verursachen Konzentrations-Störungen und graduellen Gedächtnis-Verlust bis hin zu Morbus Alzheimer und Demenz sowie tragen zu Morbus Parkinson bei. („Cognitive Impairment Associated with Atorvastatin and Simvastatin“, in: Pharmacotherapy, Dec. 2003, 23 (12), S. 1663 – 1667)



Statine zerstören das essentielle körpereigene Co-Enzym Q10, das dem Schutz der Muskeln – insbesondere des Herz-Muskels – dient, und begünstigt sogar Infarkte! Die meisten Opfer des tödlichen Bayer-Medikamentes Lipobay starben an Herzinfarkt! (Markus P. Look, Arzneiverordnung in der Praxis, 2004, 31 (3), S. 64 – 65)



Statine bewirken Muskel-Schwäche, Muskel-Krämpfe und Muskel-Schmerzen (Fibromyalgie) sowie toxische Myopathien (Veränderungen der Skelett-Muskulatur) und Myositis (Muskel-Entzündungen). (P. D. Thompson et al., in: Journal of the American Medical Association, 2003, 289, S. 1681 - 1690; R. C. Pasternak, in : Journal of the American College of Cardiology, 2002, 40, S. 567 – 572)



Statine stehen im Verdacht, Osteoporose (Knochen-Brüchigkeit) zu verursachen und Karies (Zahnfäule) zu fördern, da sie das Zusammenspiel von Cholesterin, Vitamin-D-Bildung und Kalzium-Einbau in die Knochen und in die Zähne stören (MSD-Manual).



Statine generieren Nerven-Schädigungen mit Koordinations- und Gleichgewichts-Störungen bis hin zu Polyneuropathie. (MSD-Manual, Psychrembel)



Statine wirken im ersten Schwangerschafts-Drittel ähnlich teratogen (frucht- / keim-schädigend) wie Thalidomid (Contergan) und sind daher total kontra-indiziert! („Central Nervous System and Limb Anomalies in Case Reports of First-Trimester Statin Exposure“, in: New England Journal of Medicin, 8/2004, 350(15), S. 1579 – 82)



Statine erhöhen das Risiko einer Erkrankung an Diabetes Mellitus. (N. Sattar et al., „Statins and Risk of Incident Diabetes: a Collaborative Meta-Analysis of Randomized Statin Trials”, in: Lancet Online, 17. Feb. 2010; zit. n. MMW Nr. 10 / 2010, S. 25)





Eine Behandlung mit allopathischen Medikamenten wie Lipid-Senkern (Statinen) greift massiv in viele Regulations-Systeme des menschlichen Organismus ein; aus medizinischer Sicht ist eine solche Behandlung also nicht nur überflüssig, sondern vor allem lebensgefährlich und damit kontra-produktiv und kontra-indiziert. Laut dem Münchner Heilpraktiker Uwe Karstädt („Das Dreieck des Lebens“, „Die 7 Revolutionen der Medizin“, „Die Säure des Lebens“) belegen unabhängige Studien, daß eine dauernde künstliche Senkung des Cholesterin-Spiegels folgende Risiken und Gefahren mit sich bringt:





Cholesterin ist der Grundbaustoff für Cortisol; Cortisol wiederum reguliert u. a. auch den Glukose-Spiegel im Blut. Infolge der Reduzierung der Cortisol-Produktion durch die Senkung der Cholesterin-Produktion mit Statinen wird der Glukose-Spiegel und damit die gesamte Leistung der Muskulatur – auch des Herz-Muskels – herabgesetzt! Häufige Folgen: Kreislauf-Versagen und Herz-Stillstand.



Bei einem reduzierten Cortisol-Spiegel im Blut kommt es u.a. auch zu einem Kalium-Mangel, der die Eigenspannung (Tonus) der Muskulatur herabsetzt. Häufige Folgen: Abfall des Blutdruckes, Schwindel-Anfälle, Ohnmacht, Herz-Versagen.



Anhaltende künstliche Senkung des Cholesterin-Spiegels im Blut führt zu einer chronischen Unterversorgung der Zellen mit einer nachfolgenden Funktions-Minderung. Folgen: Entartungen der Zellen bis hin zu Krebs. (Eine berühmt-berüchtigte Studie – die Clofibrat-Studie – mußte wegen der massiven Häufung von Krebs-Fällen bei den Probanden, die mit Lipid-Senkern behandelt worden waren, vorzeitig abgebrochen werden. Auffällig und bezeichnend ist auch, daß Krebs-Kranke ohne Ausnahme immer einen stark erniedrigten Cholesterin-Spiegel aufweisen.)



Cholesterin ist die Grund-Substanz der weiblichen und männlichen Sexual-Hormone. Damit ist Cholesterin u. a. auch an folgenden Funktionen dieser Hormone beteiligt: Fruchtbarkeit der Frau, Potenz des Mannes, Aufbau und Wachstum der Muskulatur, Einbau von Kalzium in Knochen u. Zähne, Regulierung des Schlafes. Eine anhaltende künstliche Absenkung des natürlichen Cholesterin-Spiegels mit Medikamenten führt zu starken Beeinträchtigungen der Vitalität (Lebenskraft), der Fertilität (weiblichen Fruchtbarkeit) und der Virilität (männlichen sexuellen Potenz / Zeugungs-Fähigkeit) sowie zu Osteoporose (Knochen-Brüchigkeit) und zu Schlaf-Störungen.
Grüsse Euch

Braunauge
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Statine in Schwangerschaft so fruchtschädigend wie Contergan 16 Sep 2013 09:15 #33865

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heilpraxisnet.de
15.09.2013

Viele Medikamente nicht für Kinder geprüft
Medikamente nicht für Kinder getestet

Arzneimittelzulassung: Fünfzig Prozent der Arzneien nicht speziell für Kinder getestet
Rund die Hälfte aller Arzneien, die junge Patienten einnehmen, wurden nicht speziell auch für ihre Altersgruppe getestet. Betroffen sind dabei vor allem ältere Wirkstoffe.

Nur fünfzig Prozent getestet
Immer wieder ist von unerwünschten Nebenwirkungen von Medikamenten die Rede. Von Arzneien, die eigentlich dazu gedacht sind, Schmerzen zu lindern oder Krankheiten zu heilen, können manchmal unverhältnismäßig hohe Risiken ausgehen. Dies gilt vor allem für Kinder, denn die befinden sich noch in der Entwicklung und die Arzneimittelwirkstoffe haben oft eine andere Wirkung auf deren Organismus als auf den Körper von Erwachsenen. Von den Medikamenten, die bei Kindern zum Einsatz kommen, wurden über fünfzig Prozent vorher nicht in dieser Altersgruppe geprüft.

Gesetzliche Richtlinien
Die EU hat bereits 2007 eine Arzneimittelverordnung erlassen, die Pharmakonzerne verpflichtet, jedes neue Medikament auch in Studien mit Kindern zu testen. Erste Fortschritte würden sich mittlerweile abzeichnen. Ohne die Einhaltung der Richtlinien, die in allen EU-Mitgliedssaaten verpflichtend sind, gibt es keine Zulassung. Betroffen davon sind sämtliche Neuzulassungen, jedoch nicht sogenannte Generika, also wirkstoffgleiche Kopien von bereits auf dem Markt befindlichen Produkten. Ausnahmegenehmigungen können erteilt werden für Medikamente, die in der Kinderheilkunde keine Rolle spielen.

Kinder an etwa fünf Prozent der Studien beteiligt
Doch noch bis vor wenigen Jahren war die Zahl der Studien mit Kindern nicht signifikant gestiegen, wie der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Prof. Fred Zepp im Jahr 2011 meinte. So waren damals nach Angaben der DGKJ nur an etwa fünf Prozent aller Studien Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren beteiligt. Neugeborene und Kleinkinder bis zwei Jahre seien durchschnittlich in 0,5 bis zwei Prozent der Studien beteiligt gewesen.

Eklatante Prüflücke
Ein Grund für die eklatante Prüflücke bei Kinderarzneimitteln könnte der Contergan-Skandal sein. Damals, in den frühen 60er-Jahren, mussten Hersteller neue Medikamente lediglich registrieren lassen, um auf den Markt zu kommen. Die Einnahme des Beruhigungsmittels, das unter anderem gegen die morgendliche Schwangerschaftsübelkeit empfohlen wurde, führte zu tausenden Fällen von Fehlbildungen oder gar dem Fehlen von Gliedmaßen und Organen bei Neugeborenen. Erst diese Erfahrungen führten dazu, dass Prüfungen auf die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit eines Medikaments vorgeschrieben wurden, bevor es eine Zulassung erhält. Gleichzeitig war der Skandal maßgeblich dafür mitverantwortlich, das Arzneiprüfungen bei Kindern mit hohen Auflagen und Einschränkungen belegt wurden. Argumentiert wurde mit dem Schutz der Kinder.

Nutzen für das Gesamtkollektiv
Allerdings scheint diese Strategie nicht ganz aufzugehen, da fehlende Studien die Medikamentenverordnung bei jungen Patienten oft schwierig machen. Experten meinen, es gehe darum, Kinder durch sorgfältig durchgeführte Untersuchungen zu schützen und deshalb seien die Zügel für solche Tests mittlerweile auch etwas gelockert worden. Es gilt aber nach wie vor, dass Medikamente dabei nicht an gesunden Kindern geprüft werden dürfen. Aber im Gegensatz zu früher müsse ein therapeutischer Nutzen nicht mehr für jedes in die Studie eingeschlossene Kind zu erwarten sein. Ein potentieller Nutzen für das Gesamtkollektiv von Kindern, die an der betreffenden Krankheit leiden, sei entscheidend.

Prüfungen nicht lukrativ für Pharmaindustrie
Für das Fehlen pädiatrischer Arzneiprüfungen seien jedoch keineswegs nur ethische Bedenken verantwortlich. Wie so oft im Gesundheitswesen, spiele der wirtschaftliche Aspekt eine Rolle. Für die Pharmaindustrie sind solche Prüfungen schlichtweg nicht lukrativ. Zum einen sind Kinder und Jugendliche nur ein kleiner Markt und zum anderen sich pädiatrische Untersuchungen normalerweise sehr aufwendig. Die EU-Richtlinie trägt dem aber insofern Rechnung, als sie den Produzenten neuer Medikamente im Gegenzug eine Verlängerung des Patentschutzes um sechs Monate gewährt.

Nur jedes fünfte Medikament für Kinder getestet
Derzeit werde jedoch trotz der EU-Richtlinie noch immer nur jedes fünfte Medikament auf dem Markt bei Kindern und Jugendlichen getestet und zugelassen. Daraus folgt, dass in der Kinderheilkunde immer noch viele Arzneien ins Blaue hinein verabreicht werden. Über fünfzig Prozent der Medikamenteneinsätze bei Kindern erfolge „Off Label“, das heißt ohne Zulassung. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte diese Zahl im Jahr 2007 publiziert. Die Europäische Kommission zog fünf Jahre nach Inkrafttreten der EU-Richtlinie Bilanz und legte einen sogenannten Fortschrittsbericht vor: Die EMA hat 600 pädiatrische Prüfungen bis 2012 genehmigt. 33 Prüfungen waren bereits abgeschlossen und 31 von insgesamt 152 Neuzulassungen bei Medikamenten waren für den Einsatz an Kindern und Jugendlichen bestimmt. Darüber hinaus wurden 72 Medikamente, die bereits bei Erwachsenen etabliert waren, nachträglich auch für Kinder zugelassen.

Off-Label-Use ist eine Zumutung
Der Chef der Unikinderklinik in Aachen und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Norbert Wagner, hatte sich mehr erhofft: „Wir brauchen für unsere kleinen Patienten unbedingt viel mehr Medikamente mit gesicherten Wirk- und Sicherheitsprofilen. Der "off label use" ist eine unzumutbare Belastung für das kranke Kind und für den behandelnden Arzt.“ Laut Wagner greife die EU-Richtlinie zu kurz, da der große Topf der alteingeführten Medikamente unangetastet bleibe.

Kinder werden zu Versuchskaninchen
Dass der Missstand bei den Medikamenten endlich zu einem Politikum geworden ist, sei maßgeblich dem Engagement der Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zu verdanken. Nach den Vorstellungen der Kinderärzte solle es spezielle Prüfzentren, etwa an Universitätskliniken geben, wo Medikamente, die bereits länger bei Erwachsenen etabliert sind, gezielt an Kindern erprobt werden könnten. Bislang gebe es dafür aber keine Bemühungen des Gesetzgebers und so stelle sich bei schweren Erkrankungen weiterhin das Problem des „Off Label Use.“ Für weitverbreitete Kinderkrankheiten gibt es in der Regel genug geprüfte Medikamente, bei schwereren Erkrankungen würden Ärzte jedoch oft studientechnisch vor dem Nichts stehen und müssen experimentieren. Dabei finden die meisten dieser „Off-Label-Anwendungen“ auf pädiatrischen Intensivstationen statt, wobei die Rate auf Neugeborenen-Intensivstationen mit rund 90 Prozent am höchsten ist. Bislang muss ein Arzt es auf seine eigene Kappe nehmen, wenn ein Kind ein nicht für sein Alter zugelassenes Medikament benötigt. Wenn also etwas schief läuft, trägt er die alleinige Verantwortung und die behandelten Kinder werden gleichzeitig zu Versuchskaninchen.

„Für Kinder halbe Dosis“ ist überholt
Ein vorrangiges Problem bleibt die Unklarheit bezüglich der richtigen Dosis. Der Arzt muss sich erst an die optimale Dosierung herantasten und verliert dabei wertvolle Zeit. Auch die teilweise noch angewandte Regel „bei Kindern die halbe Dosis“ sei längst überholt, da sie viel zu wenig differenziert. Außerdem würden oft kindgerechte Darreichungsformen fehlen, wenn sich etwa große Tabletten nicht exakt teilen ließen. Andere Varianten, die sich leichter schlucken lassen, wie beispielsweise Säfte gebe es häufig auch nicht.

Kinder entwickeln sich noch
Bei Kindern und Jugendlichen weist der sich entwickelnde Organismus physiologische Besonderheiten auf, welche die Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung von Arzneimitteln beeinflussen. So sind etwa Organe wie Leber, Niere, Magen und Darm noch nicht ausgereift und funktionieren anders als bei Erwachsenen. Außerdem haben Kinder in der Regel eine höhere Atemfrequenz, niedrigeren Blutdruck und ein größeres Schlafpensum. All dies sind Faktoren, die bei der Wirkung von Medikamenten eine Rolle spielen können.

Besonderheiten des kindlichen Organismus
Weitere Umstände, die bei der Verabreichung von Arzneien bei den Jüngsten beachtet werden müssen: Säuglinge können Medikamente in den ersten Wochen nur sehr langsam abbauen und ausscheiden. Da sich der Körperfettanteil bei Kindern mit der Zeit ändert und sich manche Arzneistoffe bevorzugt im Fettgewebe anreichern hat dies Auswirkung auf die Medikamenten-Dosierung. Ein weiterer Punkt ist die Wassermenge im Körper, die mit zunehmendem Alter abnimmt. Deshalb werden fettlösliche Medikamente bei Kindern deutlich niedriger und wasserlösliche höher dosiert als bei Erwachsenen. Es gilt also all diese Besonderheiten des kindlichen Organismus zu berücksichtigen, sonst drohen manchmal unerwünschte oder gefährliche Nebenwirkungen, die teils bei Erwachsenen gar nicht bekannt oder extrem selten sind. (ad)
Grüsse Euch

Braunauge
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